Zwischen Antlitz und Institution: Zur strukturellen Dimension von Sorge, Verantwortung und Anerkennung in der Heilpädagogik
|
Thema/Rubrik
Antworten
|
|||
|
Autor:in
|
|||
|
Kurzbeschreibung
Markus Dederich hat die Heilpädagogik als wissenschaftliche Disziplin über die letzten rund 25 Jahre maßgeblich mitgeprägt. Seine Verdienste erstrecken sich über mehrere Felder – von der Etablierung eines produktiven interdisziplinären Dialogs mit Medizin und Bioethik (vgl. Dederich 2000, 2003, 2004, 2007) über eine programmatische Öffnung der Heilpädagogik als Kulturwissenschaft im Anschluss an die Disability Studies (vgl. Dederich 2007, 2012) bis hin zu einer umfassenden ethischen und wissenschaftlichen Grundlegung des Faches (vgl. Dederich 2001, 2013, 2022, zuletzt auch Dederich & Seitzer 2024). Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Markus Dederich eine – wenn nicht gar die – prägende Stimme im Bereich der Ethik und Theorie der Heilpädagogik im deutschsprachigen Raum ist.
Die folgenden Überlegungen greifen einige seiner Kerngedanken zu ethischen Grundbegriffen wie Sorge, Verantwortung, Anerkennung und Gerechtigkeit auf und beleuchten die von ihm (2022, 34) thematisierten Spannungen zwischen diesen Werten im Hinblick auf ihre institutionellen und politischen Implikationen. Angesichts des begrenzten Rahmens dieses Aufsatzes können die einzelnen Dimensionen dabei nur angedeutet werden. Die Überlegungen verstehen sich nicht als Kritik an Dederichs Ansatz, sondern als dessen weiterführende Diskussion. |
|||
|
Erschienen in
|
