Aus Treue zu den Phänomenen: Eine Antwort auf Dederichs kritisch-phänomenologischen Entwurf einer Heilpädagogik

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Kurzbeschreibung
Antwortet man einem Phänomenologen, liegt es nahe, sich zu fragen, als wer oder was man dies tut. Dies gilt insbesondere, insofern die Reflexion der eigenen Erfahrung in ihrer Situiertheit Teil des Werks von Markus Dederich ist. Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Disability Studies und Heil-/Sonderpädagogik wird in dem hier im Zentrum stehenden Buch zu Recht kritisch angemerkt, dass es nicht als Verhältnis gedacht und gelebt werden kann, wenn man eine Identifikation mit der Sonderpädagogik als adressierter potenzieller Dialogpartnerin verweigert:
„Das produktive Potenzial solcher Spannungen [zwischen Disability Studies und Heil-/Sonderpädagogik] wird in gewisser Weise verspielt, wenn sich die Heil- und Sonderpädagogik, wie dies mancherorts zu beobachten ist, kniereflexartig auf die Seite ihrer Kritiker:innen schlägt, statt als Heil- und Sonderpädagogik auf diese Kritik zu antworten. Wer nicht auf eine Kritik als Kritisierte:r antwortet, sondern sich auf die Seite der Kritiker:innen flüchtet, untergräbt die Kritik kaum weniger als jemand, der sie ignoriert.“ (Dederich & Seitzer 2024, 253 f.)
Erschienen in

3/2026
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