Die verstehende psychomotorische Perspektive auf dialogisches Geschehen als leibliche Konkretisierung responsiven pädagogischen Handelns

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Kurzbeschreibung
Liest man die Ausführungen von Dederich und Seitzer (2024) zur Heil- und Sonderpädagogik als responsive Erfahrungswissenschaft, öffnet sich ein Horizont, der für die Psychomotorik vertraut wirkt. Besonders die phänomenologische Grundhaltung – geprägt von Aufmerksamkeit, Sensibilität, Präsenz und der Offenheit, sich vom Gegenüber anrühren zu lassen – schafft zentrale Anknüpfungspunkte. Durch konkretes Wahrnehmen, Denken und Handeln pädagogischer Fachkräfte erweitern sich die Möglichkeiten des Handelns in nicht planbaren Situationen. Hierbei richtet die Psychomotorik den Blick auf die leiblich-dialogische Dimension pädagogischer Begegnungen und vertieft das Verständnis dafür, wie sich pädagogischer Takt im unmittelbaren Geschehen zwischen Fachkraft und Gegenüber entfalten kann. Unser Beitrag verbindet diese Überlegungen mit der verstehenden psychomotorischen Perspektive und will damit einen praxisorientierten Zugang zur leiblichen Wahrnehmungsebene responsiven Handelns ermöglichen. Dazu entfalten wir zentrale phänomenologische Elemente nach Dederich und Seitzer (2024) im Verständnis der Psychomotorik, entwickeln daraus die verstehende, leiblich-dialogische Perspektive weiter und veranschaulichen ihre Potenziale für responsives pädagogisches Handeln anhand eines Praxisbeispiels.
Erschienen in

3/2026
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