Zwei Kinder sitzen in einem Schulgebäude ohne Dach am Boden und schreiben in ihre Hefte. Im Hintergrund hängt eine mit Kreide beschriebene Schultafel.

Kinder ohne Lehrer und Lehrerinnen in Burkina Faso organisieren ihren Unterricht selbst. Fotografische Eindrücke aus der Serie „Blackboard Resilience“ des preisgekrönten spanischen Fotografen Antonio Aragón Renuncio.

Foto: Antonio Aragón Renuncio
Fotoessay
Antonio Aragón Renuncio

Blackboard Resilience – Kinder und Jugendliche in Burkina Faso organisieren ihren Unterricht selbst.

In den letzten Jahren waren Schulen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder Afrikas, Ziel von mehr als 300 Angriffen radikaler islamistischer Gruppen. Sie beriefen sich dabei auf ihren Widerstand gegen eine „französische“ – also westlich geprägte, säkulare – Bildung und gegen staatliche Institutionen.

Die Angriffe auf Schulen und Lehrerinnen und Lehrer, die in der offiziellen Sprache Französisch unterrichteten, erzwangen die Schließung von mehr als tausend Schulen und ließen mehr als 150.000 Kinder ohne Unterricht zurück. Rund 60 % der Lehrerinnen und Lehrer haben ihre Arbeit aufgegeben und Zuflucht gesucht. Über behelfsmäßige Tafeln und Kindergruppen, in denen die Ältesten die Jüngsten unterrichten, entsteht kreativer und kultureller Gegenwind unter dem Motto: „Bildung schafft Vertrauen. Vertrauen weckt Hoffnung. Hoffnung schafft Frieden.“ Fotos aus meiner Serie „Blackboard Resilience“ bringen Eindrücke davon.

Antonio Aragón Renuncio, geboren 1971 in Spanien, fotografiert professionell seit Mitte der 1990er Jahre. Er gründete die Fotografen-Gesellschaft „Nostromo“, arbeitete für verschiedene Nachrichten-Agenturen, organisiert Foto-Festivals und ist Präsident der von ihm gegründeten NGO „Oasis“, die medizinische Projekte in Westafrika unterstützt.
Renuncio blickt auf über 100 Ausstellungen zurück und ist vielfach international ausgezeichnet worden.

hantonioaragonrenuncio.com