Forum für Extratexte

Auf einem schwarzen Hintergrund steht eine graphisch gestaltete Schachtel mit grünen Seitenflächen.
Auf einem schwarzen Hintergrund steht eine graphisch gestaltete Schachtel mit grünen Seitenflächen.
Coronakrise
Nina Brnda

Lisa Marias Lockdown

Sie hat noch nie in ihrem Leben einen Schluck getrunken, noch nie einen Bissen gegessen. Ernährt wird sie über einen Plastikschlauch, der in den Magen führt, fünf Mal täglich gibt es Astronautennahrung. Sie kann auch nicht sprechen, sie kann nicht stehen, nicht gehen, nicht sitzen, sie kann ihren Kopf nicht halten, sie kann nicht greifen. Lisa Maria* lebt seit ihrer Geburt mit einer Behinderung. Sie ist sechs Jahre alt. Und sie weiß genau, was sie mag und was sie nicht mag.

Die Grafik zeigt das Wort CORONA, wobei das zweite 'O' mit der daruntergestellten Ziffer 2 zum chemischen Zeichen O₂ für Sauerstoff wird.
Die Grafik zeigt das Wort CORONA, wobei das zweite 'O' mit der daruntergestellten Ziffer 2 zum chemischen Zeichen O₂ für Sauerstoff wird.
Coronakrise
Franz-Joseph Huainigg

Corona ist eine Zumutung für die Inklusion

12. März, das Telefon läutet in meinem Büro. Es kommt die Anweisung, dass ich ab sofort auf Homeoffice umgestellt werde. Ausnahmezustand im ORF. Wie ich erfahre, werden ziemlich alle Kolleginnen und Kollegen ins Homeoffice geschickt.

Ein Löffel mit Essensresten liegt auf einer gestreiften Serviette.
Ein Löffel mit Essensresten liegt auf einer gestreiften Serviette.
Coronakrise
Dieter Brönnecke

Die „Schatten-Melissen“ – Eine appellierende Reflexion

Während der Corona-Pandemie 2020 und der damit einhergehenden Quarantäne-Verordnungen werden mit gutem Recht all jenen aktiven Personen Lob und Anerkennung für ihren altruistischen Einsatz gezollt, die sich zur Aufrechterhaltung der Dienste zum Wohle der Allgemeinheit mehr oder auch etwas minder aufopferungsvoll einsetzen: Vom medizinischen Personal in Krankenhäusern bis zu den Supermarktmitarbeitenden, von den Postbediensteten bis zu all jenen, die ehrenamtlich sich einbringen in der Nachbarschaftshilfe und solidarischen Unterstützung von Bedürftigen. All diesen Personen gebührt großer Dank.

Ein Bild aus der Vergangenheit: Christine Wolfram und ihr Mann Dieter sitzen mit ihrem schwerstkranken Sohn Arne und seinem jüngeren Bruder Jonte a...
Ein Bild aus der Vergangenheit: Christine Wolfram und ihr Mann Dieter sitzen mit ihrem schwerstkranken Sohn Arne und seinem jüngeren Bruder Jonte a...
Coronakrise
Kristin Kasten

Im Schatten der Krise

Alle reden über den Exit aus den Corona-Maßnahmen. Doch für Eltern, die ihr schwerst oder lebensverkürzend erkranktes Kind zuhause pflegen, ist ein Ende der Krise nicht in Sicht.

Willi liegt auf einer Decke in einer Wiese, vor sich hat er ein tabletähnliches Gerät. Mit der linken Hand greift er sich an Nase und Mund.
Willi liegt auf einer Decke in einer Wiese, vor sich hat er ein tabletähnliches Gerät. Mit der linken Hand greift er sich an Nase und Mund.
Coronakrise
Birte Müller

Familienkrise in der Corona-Krise

Am 16. März 2020 wurden in der Stadt Hamburg die Schulen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Abgesehen von der Ansteckung meiner Eltern waren für mich Schulschließungen von Anfang an das absolute Corona-Horrorszenario. In dem Moment, in dem ich diesen Text schreibe, haben wir gerade die ersten zwei Wochen davon überlebt!

Ein großer, schwarzgrauer, auf einem Auge blinder Hund wird von einem knieenden Mädchen am Bauch mit beiden Händen umarmt.
Ein großer, schwarzgrauer, auf einem Auge blinder Hund wird von einem knieenden Mädchen am Bauch mit beiden Händen umarmt.
Coronakrise
Cornelia Weber

Eingesperrt

Der Corona-Virus hält die Welt in Schach. Es sind Zeiten angebrochen, die wir nie so erfürchtet hatten, uns nicht haben vorstellen können. Es fühlt sich unwirklich an. Und doch ist es hier und jetzt. Ausgangssperre. Und wir sind eingesperrt. Zumindest empfindest du es so. Du warst schon immer ein Draußen-Kind. Nicht viel macht dich glücklicher, als dem Wind die Zunge rauszustrecken. Der Sonne zu winken. Zwitschernden Vögeln zuzugrinsen. Die erwachenden Farben des Frühlings in deine eigene Buntheit einzuatmen. Ausflüge zu machen. Am besten dahin, wo viel los ist. Wo buntes Treiben herrscht. Zum Schauen. Wie Leute sich drehen und hüpfen, wenn du es schon selbst nicht kannst. Ausflüge zum Energieherz der Welt. Nun ist es leiser. Zum kleinen Spaziergang zu zweit dürfen wir raus. Jetzt noch. Keiner weiß, wann eine komplette Ausgangssperre verhängt wird. Und so nachvollziehbar all diese Maßnahmen sind: Wie soll ich sie dir erklären?